Sörensen
Steuerberatungsgesellschaft mbH

Steuernews für Gastronomie/Hotellerie

Artikel der Ausgabe Frühjahr 2022

Viertes Corona-Steuerhilfegesetz

Viertes Corona-Steuerhilfegesetz

Bundesregierung legt Gesetzentwurf vor

Sachentnahmen in der Gastronomie 2022

Sachentnahmen in der Gastronomie 2022

Pauschbeträge 2022 für die Umsatzsteuer

Mietzahlungsansprüche bei coronabedingten Stornierungen

Mietzahlungsansprüche bei coronabedingten Stornierungen

Volle Mietzahlung für gemietete Räume

Speisen in Food Courts

Speisen in Food Courts

BFH entscheidet über Umsatzsteuersatz für Speisenabgaben

Berufskleidung

Berufskleidung

Werbungskostenabzug von Aufwendungen für Berufskleidung eines Kellners

Bewirtungsrechnungen 2022

Bewirtungsrechnungen 2022

Neue formale Voraussetzungen für Bewirtungsrechnungen

Betriebsschließungsversicherung bei Corona

Betriebsschließungsversicherung bei Corona

Einschlägiges Urteil des BGH

Selbstständiger DJ ist Künstler

Selbstständiger DJ ist Künstler

Steuerliche Beurteilung

Berufskleidung

Sachentnahmen

Aufwendungen für typische Berufskleidung sind grundsätzlich als Werbungskosten abziehbar (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 Einkommensteuergesetz/EStG). Zur typischen Berufskleidung zählt die Finanzverwaltung u. a. Arbeitsschutzkleidung oder Kleidungsstücke, die nach ihrer z. B. uniformartigen Beschaffenheit oder dauerhaften Kennzeichnung (durch Firmenlogo usw.) objektiv eine berufliche Funktion erfüllen (R 3.31 der Lohnsteuer-Richtlinien 2021). Bei der Anerkennung des schwarzen Anzugs eines Kellners kam es bislang immer auf den Einzelfall an. In einem älteren Urteil hat der Bundesfinanzhof (BFH) bei einem Gesellschafter-Geschäftsführer eines Speiselokals, der die Funktion eines Oberkellners ausübt, die Kombination einer schwarzen Hose in Verbindung mit einer weißen Kellnerjacke als typische Berufskleidung anerkannt (BFH-Urteil vom 4.12.1987, VI R 20/85).

Neuer Fall

Bezüglich der Anerkennung schwarzer Anzüge als Berufskleidung ist aktuell ein neuer Fall vor dem Bundesfinanzhof (BFH) anhängig. Es geht in diesem Fall um einen schwarzen Anzug, eine schwarze Damenbluse und einen schwarzen Damenpullover sowie um schwarze Schuhe hauptberuflich tätiger Trauerredner und Trauerbegleiter (BFH-Az. XI R 3/22). Die Vorinstanz, das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg, sah die vorgenannte schwarze Kleidung als gewöhnliche bürgerliche Kleidung an und wich dabei von diversen BFH-Entscheidungen ab (Urteil vom 29.8.2018, 3 K 3278/15).

Einspruch einlegen

Hoteliers oder Gastronomen bzw. sonstige Tätige in der Hotel- und Gastrobranche, die täglich schwarze Kleidung für ihre Tätigkeit tragen müssen, sollten ihre Aufwendungen für die Anschaffung als auch für die Reinigung in ihrer Steuererklärung geltend machen. Nach Ablehnung durch das Finanzamt kann Einspruch unter Hinweis auf das anhängige BFH-Verfahren eingelegt werden.

Stand: 29. März 2022

Bild: REDPIXEL - stock.adobe.com

Sörensen Steuerberatungsgesellschaft mbH work Holm 3 24340 Eckernförde Deutschland work +49 4351 2881 fax +49 4351 2292 www.steuerberater-soerensen.de
Atikon work Kornstraße 15 4060 Leonding Österreich work +43 732 611266 0 fax +43 732 611266 20 www.atikon.com 48.260229 14.257369